Die lange und stürmische Überfahrt zu Linux

Mich würde mal interessieren wie Ihr zu Linux kamt und welche Riffe Ihr hierzu umschiffen musstet. Deshalb hier einmal mein Weg vom Beginn meiner Computer-Karriere bis heute.

 
Im zarten alter von 14 Jahren bekam ich meinen ersten Commodore C16 der meinen Einstieg in die Computerwelt bedeutete. In den nächsten 2 Jahren kamen dann Erfahrungen mit dem C64, Amiga, Atari und Schneider CPC hinzu.
 
Meinen ersten PC bekam ich mit 16 und bin dort mit DOS 5.x und Windows 3 eingestiegen. Die folgenden 14 Jahre verbrachte ich dann im privaten Bereich ausschließlich mit Windows. Die ersten 10 Jahre war ich auch absolut zufrieden und wie ich leider zugeben muss nicht gerade offen für andere Bereiche.
 
Mit 19 machte ich einen ersten Unix Kurs und fand es zwar interessant aber konnte außerhalb der Schulung nicht wirklich viel damit anfangen. Die folgenden zwei Jahre hatte ich dann beruflich mit Solaris zu tun, wobei die Arbeiten sich hauptsächlich auf User- und Gruppenverwaltung sowie Backups beschränkte.
 
Nachdem ich dann die Firma wechselte waren die nächsten Jahre wieder rein von Windows geprägt. Mit 24 musste ich mich dann zusätzlich 6 Jahre beruflich mit Mac’s befassen, mit denen ich nie warm wurde, im Gegenteil, die ich gehasst habe wie die Pest.
 
Anfang 2005 mit nunmehr 29 Jahren kam ich dann eher zufällig in den Genuss einer Suse Linux 9.0 Schulung und war recht angetan davon. Anschließend kaufte ich mir sogar Suse 9.3 im Original mit Handbüchern für 90 Euro (Dafür könnt ich mich heute noch selber kielholen). Die nächste Zeit arbeitete ich auf meinem Notebook recht viel mit Suse, aber mit Yast und vor allem rpm wurde ich nicht richtig warm.
 
Da meine berufliche Zukunft zu dieser Zeit nicht wirklich rosig aussah, entschloss ich mich zu diesem Zeitpunkt, auf meine alten Tage hin, nochmal eine Ausbildung zum Fachinformatiker zu machen. Eher zufällig bekam ich einen Ausbildungsplatz in einer Firma die zur damaligen Zeit noch zu 99% mit Linux arbeitete.
 
Ausser Suse war mir zu dem Zeitpunkt ja keine andere Distribution bekannt und somit war der Kulturschock erstmal recht groß, als mich wegen Suse erstmals einige meiner Kollegen belächelten und mir eröffneten, dass in dieser Firma nur Debian eingesetzt wird. Aber was soll ich sagen, ich installierte Debian, fühlte mich wohl und war begeistert von apt. Wie einfach doch alles zum damaligen Zeitpunkt im Gegensatz zu rpm für mich war.
 
Von diesem Zeitpunkt an entwickelte ich ein wahres Linuxfieber. Ich bildete mich Querbeet in alle Richtungen weiter und fragte mich immer mehr, wie ich es so lange nur mit Windows ausgehalten hatte. Windows spielte immer mehr die zweite Geige und war nur noch auf einem Rechner zum ab und zu mal zocken, für mein Grafikprogramm und Outlook da.
 
Inzwischen benutze ich privat nur noch Debian und Ubuntu und eine kleine VM mit Windows für mein Grafikprogramm und Outlook. Beruflich gehts quer durch alle Distributionen und leider auch wieder vermehrt Windows Server.
 
So nun habt ihr mal einen kleinen Überblick über meine Linux Karriere. Nun würde ich mich über Eure Geschichten freuen.
 
Ich habn Glas voll Dreeeck … Klar soweit?
 
Euer RSB

18 Antworten zu “Die lange und stürmische Überfahrt zu Linux”

  1. Gerald sagt:

    Meine Karriere als “Computergeenie” begann 1986. Damas kaufte ich mir meine ersten PC einen 8086 mit 2 5,25″ Laufwerken a 360 kb. Als Betriebssystem gab es DOS 2.11 Dann habe ich bis DOS 6.2 alle Versionen mitgemacht und bin erst spät so 1996 in die WinWelt eingestigen. Mein erstes WIN war WIN98. Das hielt dann bis zum Wechsel nach XP im Jahre 2000.

    Meine ersten Erfahrungen mit Linux hatte ich 2003 auf einem eisfair-Server, der bei mir als Webserver seinen Dienst tat und ein Kommandozeilenlinux besaß.

    Dann habe ich 2007 einen Rechner “gekillt” und Probeweise Ubuntu 7.04 installiert. Dies hielt sich nur 3 Monate. Danach kehrte ich nochmals zu WIndows zurück.

    Dann kam anschließend Win7 und der Wechsel zu Ubuntu Linux, weil WIN7 so nervig war.

    Seit Mai 2012 bin ich nun endgülötig bei Linux. uBUNTU 12.04 LTS.

    Die nächste Distri wird Ubuntu 14.04 sein, da auch dies wieder eine LTS-version ist

  2. andi sagt:

    Meine Geschichte gibt es hier zu lesen. :-)

  3. Jan294 sagt:

    1993 hatte ich in der Schule Informatikunterricht und hatte von Computern absolut Null Ahnung. Ich hab nicht mal verstanden, wieso man außer Monitor, Tastatur und Maus noch irgendetwas braucht. Dieser ominöse sogenannte “Rechner”, ich hab einfach nicht begriffen, was der macht und wozu der da ist (ein Fernseher braucht ja auch keinen extra Kasten um Bilder anzuzeigen). Ein halbes Jahr später, mit 14 Jahren, bekam ich meinen ersten PC (ich hätte lieber einen Amiga gehabt, weil “alle den hatten”), mit DOS 6.2 und Win3.1 (übrigens einen Compaq, mit dem Rechner im Monitor integriert, kein zusätzlicher Kasten notwendig ;-) ). Hab dann Win95, 98 und XP mitgemacht (ME war ja nicht zu gebrauchen) und war damit zufrieden, Linux war ein Fremdwort für mich. Von Anfang an fand ich Spiele langweilig, mich hat die Technik interessiert, somit fand ich DOS und dessen Möglichkeiten auch viel spannender als Windows. Und somit hab ich ständig am System rumprobiert und war spätestens mit 15 immer einer von denen, der anderen das Windows einrichtet oder in Ordnung bringt.
    2006 hab ich mich nach 5 Jahren XP irgendwie unterfordert gefühlt. Außerdem sollte Vista mit hohen Hardwareanforderungen kommen und ich hatte keine Lust, groß Geld für neue Hardware auszugeben. Aber ich hatte mal was von Linux gehört und dachte, jetzt muß ich mal was neues lernen. Zu der Zeit gab es grad einen großen Hype um das neu Ubuntu. Also hab ich mir SuSe runtergeladen (immer schön gegen den Strom ;-) ). Dann war ich bei der Installation schon überfordert: Festplatten partitionieren war für mich technikinteressierten kein Thema, aber was zur Hölle sind Gnome und KDE? Kurzer Blick ins Internet: Gnome ist der hochgelobte Newcomer, also nehm ich das, damit die Herausforderung nicht so groß wird. Meine Güte, fand ich das grottig… Aus Neugierde KDE installiert und da war meine Begeisterung groß, das war genau mein Ding, tausend Einstellmöglichkeiten (außerdem fand ich Gnome furchtbar bieder). Nur rpm hat mir ständig Sorgen bereitet. Nach weiteren Recherchen fand ich raus: die Probleme sollen bei Debian unbekannt sein, also doch mal Kubuntu probieren. Und damit bin ich bis heute glücklich (auf schwachen Rechner ist es Lubuntu, da ich Xfce genauso bieder wie Gnome empfinde, während LXDE für mich das “KDE für schwache Rechner” darstellt). In den ersten 2 Jahren hatte ich parallel noch XP da ich einen Canon Drucker hatte, aber als der den Geist aufgegeben hat, hat ihn ein Brother ersetzt, seitdem besitze ich privat kein Windows mehr.
    Nachdem ich im Zuge von Linux über OpenSource erfahren habe, hab ich in der Firma dann auch zügig auf OpenOffice (bzw inzwischen LibreOffice) umgestellt.
    Meine ersten 1-2 Jahre mit Linux waren wirklich schwer, nach 13 Jahren Windows war einfach alles anders. Aber inzwischen nervt mich furchtbar vieles an Windows, was unter Linux einfacher geht. Und mich nerven keine Bekannten mehr, ich solle mich um ihren Computer kümmern, da sie inzwischen wissen, daß ich keine Ahnung von aktuellen Windowsversionen mehr habe. :-)

  4. sascha sagt:

    Mein erster Rechner war ein Comodore +4 mit Datasette. Dann kam ein Amiga 2000 bei dem ich bis zum Ende ein zweites Diskettenlaufwerk nicht ans laufen bekommen habe. Um 1997 rum gabs den ersten PC mit Windos 95. Auf Ubuntu umgestiegen bin ich, als ich mal wieder W95 neu installieren musste und dabei feststellte, dass ich den Key mittlerweile auswendig konnte.
    Ubuntu hatte ich zuerst nur auf einem alten Laptop drauf, war ziemlich leistungsschwach und hatte nur ein CD-Laufwerk. Dann war mein Hauptrechner im Eimer und der olle Laptop mein einziger Rechner, was so blieb da ich pleite war. Habe dann noch einen externen CD-Brenner bekommen und ziemlichen Bammel vor der Installation. Hab das Ding an den USB gehängt – nichts tat sich. Nicht wie unter W95 “neue Hardware gefunden” Treiber installieren+Neustart, Software installierern+Neustart, Brennner einrichten+Neustart – nix tat sich, nur ich dachte: “Scheiße!” Mir fiel dann ein, dass Ubuntu Laufwerke nur anzeigt, wenn auch eine CD drinn ist… Wurde Mutig und legte eine CD-Rom ein – plop öffnete sich der Dateibrowser! Hah! Dann wurde ich Übermutig und legte einen CD-Rohling ein – plop öffnete sich ein Fenster und wollt wissen, was ich Brennen möchte! Hahaha! Ohne W von MS funtionieren Computer sogar!

  5. kpt.maritim sagt:

    Hallo

    Am Anfang war ein alter Robotron DDR Rechner, der mir 1990 im Zuge der Wendewirren zugefallen war. Die Oberfläche war irgendwas DOS-ähnliches. Dann kam der C64. Dann war eine ganze Zeitlang das Mopedbasteln und herumfahren viel cooler. Irgendwann um Ende 1998 habe ich mir dann einen Pentium II mit 400MHz und Windows 98 angeschafft. Die Hardware wurde dann stückweise erneuert und bis 2010 das Gehäuse nicht gewechselt. Verspätet bin ich auf XP umgestiegen. Und habe mich fast nur damit geärgert. Wie viele meiner Vorschreibner wollte ich das Leiden durch eine Suse Installation beheben, was aber nicht klappte.

    2008 bin ich dann auf Ubuntu 8.04 umgestiegen. Das war von allen Versionen, die beste. Alles was danach kam, waren nur Verschlimmbesserungen. Mittlerweile (seit Unity und Gnome 3) setze ich fast nur noch Crunch Bang ein.

    Irgendwie scheint diese Betriebssystems-Vita typisch zu sein. Bei vielen scheint der Umstieg zu Linus 2006-2010 erfolgt zus ein und viele scheinen nach Unity zu anderen Distributionen gewechselt zu sein.

    Viele Grüße
    Kpt.Maritim

  6. Stefan sagt:

    Privat:
    1981 erste Programmiererfahrung auf TI 57 Taschenrechner (später auch HP41CV)
    1983 Commodore 64 (3 Monate), dann Wechsel auf den wesentlich offeneren (jaja!) Apple II
    1988 IPM PC mit MS-DOS 3.3 und Windows 2 (Hercules Graphik, nur S/W)
    1994 Win 95 (Beta Tester)
    1996 Win NT 4
    2000 2000 Pro (NT5)
    2003 debian (DeMuDi – Debian Music Distribution, was für ein Krampf!)
    2007 ubuntu – Gnome
    2012 ubuntu – XfCE

    Beruflich:
    1993 -> Ausbildung zum Flugdatenbearbeiter (HP-UX)
    1994 -> Vertrieb bei Deutschen IT Unternehmen
    1996 -> Leiter Auslandsniederlassung F für das Unternehmen
    1998 -> Wechsel Leitung Auslandsniederlassung Britisches IT Unternehmen
    2003 -> Raus aus dem IT Bereich – endlich ehrliche Arbeit :o)

  7. stefan sagt:

    - Windows 95, 98, XP, Vista und 7 mitgemacht
    – Erste Linuxversuche seit Ubuntu 10.04 waren erfolglos, weil meine Hardware damals nicht mitspielte.
    – Mittlerweile habe ich kein Windows mehr im Einsatz. Am Hauptrechner zu Hause habe ich Arch Linux. Die Distribution ist einfach zu handeln und es gibt absolut jedes Paket für Arch.
    Am Notebook ist Fedora 18 im Einsatz. Im internen Aufbau ähnelt es stark Arch, aber es ist ein bisschen schneller eingerichtet. :-)

  8. Christian sagt:

    Angefangen habe ich mit DOS und Windows 3.11. Ging über zu 95, 98SE, ME, XP, zwischenzeitlich auch mal NT, ganz ganz kurz Vista und dann Windows 7.
    Im Studium habe ich dann Ubuntu im Dualboot installiert und seit dem nur noch genutzt. Zeitweise muss ich mich jetzt mit Windows 8 rumschlagen oder Mac OS X wegen einigen Adobe-Programmen.
    Da mir aber die Oberfläche von Unity mittlerweile nicht mehr so ganz zu sagt, bin ich auf LinuxMint (Cinnamon) gewechselt und bisher ganz zufrieden :-) Windows nutze ich privat nicht mal mehr für Spiele. Steam + Counterstrike und Half-Life läuft nun ja auch unter Linux und ansonsten kaufe ich mir meist die HumbleBundle Spiele :-D

  9. jo-master sagt:

    - mit Windows aufgewachsen
    – früh begeistert für Programmieren (angefangen auf dem grafik-Taschenrechner)
    – aus Interesse ein DualBoot auf mein Win-Notebook installiert
    – nie wieder ins Win gebootet und innerhalb des ersten Jahres verbannt
    – Arbeit: 99,9% Linux
    – Zuhause: Ubuntu im Multiseat-Betrieb

  10. ConNor sagt:

    Beim Onkel zuerst auf einem IBM-Computer mit zwei 5 1/4 Laufwerknen Anfang der 80er herumgespielt. Mit 13 Einstieg in die Computerwelt mit dem eigenen C64. Es folgten die OS MS-DOS 3.X – MS-DOS 6.x, WfW 3.11, Win 95 (a, b und c), Windows Me, Windows NT und Windows XP. Im Jahr 2000 erster Kontakt mit der Linuxwelt (SuSE). 2003 kompletter Umstieg mit SuSE 9.0 – auch ich kaufte die Box, da es im Netz kaum Infos gab und in meinem ersten Forum lediglich ein RTFM auf eine Frage kam. Arbeitete mich dank des Handbuches ein und wechselte mit dem erscheinen der Version 10.0 zu Ubuntu, da meine Hardware mit der Version 10.0 nicht mehr erkannt wurde – IMHO gab es da einen Streit der Kernelentwickler. Seit 2005 bin ich zufriedener Anwender von Ubuntu und den offiziellen Derivaten – nutze aber auch Debian und Arch.

  11. Torsten sagt:

    Wie ich zu Linux gekommen bin, ist einfach und schnell erzählt. Ende 2007 hatte ich wieder mal Ärger mit Windoofs XP und nichts funktionierte mehr. Mein Cousin Jan hat mir damals Ubuntu empfohlen und mir auch eine Ubuntu-CD geschenkt. Ich war so genervt von XP, so daß ich mir gedacht habe “Probier’s du es einmal mit Ubuntu aus…” – und habe die CD ins Laufwerk ‘reingeschoben.
    Seitdem nutze ich Linux. Zuerst Ubuntu, dann Xubuntu und jetzt Debian.

  12. poslet sagt:

    Du bist ein paar Jahre älter als ich, aber angefangen hat das bei mir auch um 1990. Berufliche Erfahrungen konnte ich keine sammeln, aber Freundeskreis und besonders die Eltern einiger Freunde haben bereits eine frühe Begeisterung für Computer ermöglicht. Unglaublich geprägt hat mich bis heute ein Wochenendkurs an der VHS, den ich mit 14 Jahren besucht hatte. Der Dozent dort hatte uns über diese teuren und komplexen Geräte drei wichtige Dinge beigebracht: Hardware ist weniger empfindlich, als man denkt; Software kann man immer neu installieren; wichtige Daten sollte man sichern.

    Commodore und Amiga kenne ich seit der Grundschule. An PCs mit DOS und Windows konnte ich schon unmittelbar danach. Mein erster eigener Computer war irgendwie im Alter von 13 Jahren ein derzeit schon recht alter Atari ST mit 9-Nadel-Drucker. Mit der Einführung von Windows 95 hatte ich dann meinen ersten eigenen PC im Zimmer stehen. Danach hatte ich bis Windows XP – mit Ausnahme der grandiosen Millenium Edition – alle MS-Betriebssystene mitgemacht. Mit MacOS habe ich nur rudimentäre Erfahrungen machen können. Sah schick aus, aber mehr Begeisterung hat es bei mir nicht hervorgerufen. Inzwischen hat es für mich sogar diesen Reiz verloren.

    Das Internet ging anfangs völlig an mir vorbei, weil der kostenintensive Zugang über eine Modemverbindung für fahrlässige Jugendliche in einem Privathaushalt nicht vertretbar war. Mit der ersten DSL-Flatrate Ende 2000 war ich dann auch regelmäßig “online”. Obwohl durchaus angesagt mit Mädels in Chatrooms abzuhängen, hatte mich die Möglichkeit technische Probleme und Anwendungsfälle systematischer im Internet recherchieren zu können, schnell gefesselt. Ein großer Programmieren bin ich nicht geworden, aber mein Windows 2000 hatte eine LiteStep Shell ( http://www.litestep.net ) und meine Counter-Strike-Config war recht anspruchsvoll. Das erste Linux sollte ein Opensuse mit KDE von einer Heft-CD werden. Habe damals nie genau erfahren, was es damit auf sich hatte, weil das Vorhaben schon an der Installation scheiterte. Sollte dem ein oder anderen bekannt vorkommen.

    Ich war erst während des Studiums im Fachbereich “Nicht-Informatik” verspätet auf Windows XP umgesattelt und hatte aus verschiedenen Gründen damit begonnen nach kostenlosen Alternativen für meine Anwendungssoftware zu suchen. Nachdem mir “Free and Open Source Software” ein Begriff geworden war, hatte ich bis 2006 meine Produktivsoftware auf freie Alternativen umgestellt und mich erfolgreich eingearbeitet. Das Thema Betriebssystem hatte ich recht lange im Raum stehen lassen. Der Umstieg auf Linux erfolgte dann ebenso spontan wie unspektakulär. Jemand hatte mir als Einsteiger Ubuntu empfohlen, danach folgten Datensicherung, ein Blick in die LiveCD und ohne groß nachzudenken direkt die Installation.

    Damit hatte sich das – zumindest bis ich eine Internetverbindung aufbauen wollte. Ich hatte damals noch ein DSL-Modem und schlichtweg vergessen vorher zu klären, wie man das jetzt einrichtete. Ein Anruf, Google, 5 Minuten später war auch das erledigt. Meiner Auffassung nach die einzige wirkliche Hürde, die sich mir jemals unter Linux aufgetan hat. Die für mich wichtigsten Anwendungen waren bereits im Installationsumfang enthalten und für alles andere gab es mehr Alternativen als gut ist für eine Entscheidungsfindung. Die folgenden komplexen Anwendungsfälle und Problemstellungen habe mich nicht mehr abgeschreckt, sondern zu meiner eigenen Überraschung unglaublich motiviert. Der vielleicht viel zu intensive Zeitaufwand, den ich zum Verständnis von Linux und analog zum Verständnis der allgemeinen Zusammenhänge in der Informatik als Fachfremder bereitwillig investiert habe, macht sich inzwischen sogar Wort wörtlich bezahlt.

    Die große Hürde habe ich im Moment eher andersherum. Konnte ich Leuten mit MS-Betriebssystemen und -Software bis Windows XP noch bei nahezu jedem Problem helfen, bin ich ab Vista und Office 2007 raus. Windows 8 habe ich noch nicht mal live gesehen.

    • RSB sagt:

      “Die große Hürde habe ich im Moment eher andersherum. Konnte ich Leuten mit MS-Betriebssystemen und -Software bis Windows XP noch bei nahezu jedem Problem helfen, bin ich ab Vista und Office 2007 raus. Windows 8 habe ich noch nicht mal live gesehen.”

      Ohja das kenn ich … aber sei froh, dass Du 8 noch nicht gesehen hast ;-)

  13. Andrea sagt:

    Bei mir ging es los mit nem Windows 95 Rechner, der als bald auf Win 98 geupdatet wurde. Das lief eine ganze Weile, bis ich im Rahmen meiner Energieelektronikerausbildung im Jahr 2006 einen IT-Kurs hatte, bei dem unterschiedliche Betriebssysteme vorgestellt wurden.

    Bis dahin kannte ich nichts außer Windows. Nagut, 2005 habe ich noch was von nem Mac gehört, weil mein Mitbewohner so ein Teil hatte.

    Jedenfalls habe ich nach diesem IT Kurs mir mal ein Linux reingezogen, hatte es aber als bald gelassen. Es gab viele Treiberprobleme und ich wusste nicht damit umzugehen. Außerdem habe ich zu dem Zeitpunkt viel gezockt, was ich unter Linux so nicht machen konnte.

    Nachdem ich also wieder zu Windows zurückgekehrt bin, hat mich die Linuxgeschichte nicht losgelassen. Ein halbes Jahr später habe ich nochmal ein Anlauf auf Linux unternommen. Diesmal habe ich mich etwas intensiver damit beschäftigt und auch verschiedene Distributionen ausprobiert. Ich bin dann zunächst bei Mepis glaub ich gelandet. Seit Ende 2008/Anfang 2009 nutze ich Ubuntu, erst in der KDE Version, kurze Zeit später dann mit Gnome und jetzt mit Unity und bin soweit auch ganz Glücklich damit.

    Das ist mein Dreck… ;-)

  14. Stefan sagt:

    Hallo bei mir fings Ende der 80er mit einem 286er und MSDOS an. Ich meine Version 4. Windows in Version 3 war auch dabei. war aber ohne protected mode nicht zu gebrauchen. Dann gab’s irgendwann einen 486er mit vorinstalliertem OS/2 Warp 3. Davon war ich begeistert. Keine OS-Abstürze! Nachdem dann ein paar Jahre darauf IBM den Endusersupport und die Entwicklung einstellte, bin ich an der Uni über einen Linux-Flyer gestolpert. Daraufhin habe ich mir dieses Suse Linux gekauft und den Rechner fortan mit OS/2 und Linux im Dualboot betrieben. Wobei ich immer mehr bei Linux hängen geblieben bin. Eine schwere Entscheidung damals ob fvwm2 oder windowmaker mir besser gefiel. Gnome und KDE gab’s noch nicht. Mit rpm hatte ich auvh meine liebe Mühe. Mit Suse ging’s dann irgendwann auf KDE. Als Debian Woody veröffentlicht wurde, habe ich mich an diese “schwierige” community distri gewagt und war von Anfang an begeistert. So um 2009 bin ich dann auf Ubuntu gewechselt, da es mir bei Debian stable zu langsam voran ging. Und mit Ubuntu ging’s auf Gnome, mit dem ich auch relativ schnell warm geworden bin. Zurück zu KDE bin ich nur noch ein paar Mal zum Probieren, es konnte mich aber nicht mehr überzeugen. Ich bin übrigens seit der ersten Version von Unity begeistert. Allerdings habe ich nur Laptops. Beruflich hatte ich immer mit Macs und Windows und etwas mit Linux zu tun. Mac war der Horror. Ich erinnere mich mit Schaudern daran zurück, dass man da noch Ende der 90er Programmen manuell den RAM zuweisen musste, damit z.B. Quark Express und Illustrator zusammen funktioniert haben.

    Und jetzt wartet ein schönes, süffiges fränkisches Bier viel zu lange auf mich…

  15. plantoschka sagt:

    Also da ich noch (relativ) jung bin, besaß ich mein ersten Rechner so im Alter von 7-8 und da lief natürlich Windows (95 später 98) drauf. Windows war zu den damaligen Zeiten war natürlich sehr absturzfreudig und das Gegenteil von perfomant. Bis WindowsXP hab ich aber auch nie daran gedacht was anderes einzusetzen, da ich zwar schon öfters von LInux gehört habe, aber nie richtig gesehen habe.

    Erst im Jahr 2008 kam ich dann mit Ubuntu in Berührung. Die Distribution gefiel mir auf Anhieb sehr gut und mir gefiel der offene Ansatz eines Betriebssystems (bzw. Allgemein OSS). Ich arbeitete mit Ubuntu dann bis ca. 2012 und war Allgemein recht zufrieden. Zwischenzeitlich war ich auch mal mit ArchLinux und KDE unterwegs, das war mir aber meist zuviel Konfigurationsaufwand, da ich oft einfach keine Zeit hatte nach dem neustem Update erstmal 1 Stunde in Foren zu verbingen um zu sehen welche Konfigurationsdatei ich jetzt bearbeiten muss damit mein System wieder mit X bootet. Bei Ubuntu hatte man solche Probleme eher selten.

    Ende 2012 bin ich aber schlussendlich zu MacOSX gewechselt. Ich weiß das Apple die momentan wohl am meisten “gehatete” Firma der Welt ist, MacOSX ist aber wirklich ein tolles Betriebssystem. Es gibt so gut wie alle Linux Anwendungen auch auf Mac(inkl. Terminal). Zusätzlich gibt es natürlich auch Profi Software (Photoshop, Office etc.) die es so unter Linux (leider) nicht zu erwerben gibt. Ich brauch einfach ein Betriebssystem das gut läuft und mir eine perfekte Arbeitsatmosphäre mit den passenden Tools liefern kann. Linux kann das momentan für mich nicht so gut wie Mac.

    Trotzdem verfolge ich natürlich weiter die Entwicklung vo Ubuntu und co. :)

    • RSB sagt:

      Hoi plantoschka,
      ob gehatet oder nicht. Jeder muss mit dem arbeiten, mit dem er am besten zurecht kommt. Ich persönlich würd eher über die Planke gehn als mir nen Mac zuzulegen.

      Aber so unterschiedlich sind die Geschmäcker :-)

      Ahoi RSB

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